Der richtige WAB am richtigen Ort zur richtigen Zeit

Nicht nur UK hat in diesen Wochen ein weiteres Krisenthema – den Fahrermangel. Mittlerweile ähneln die Folgen denen der Pandemie: Supermarktregale bleiben leer, weil Großhändler nicht in der Lage sind, ihre Waren in die Läden zu bringen. So gab der große Milchproduzent Arla zu, dass er in der vergangenen Woche ein Viertel der Supermärkte in UK nicht mit Milch beliefern konnte.
 
Da haben wir den Salat. Oder eben nicht. Denn der Mangel an Lkw-Fahrern ist kein regionales oder nationales Problem, dass sich von heute auf morgen abstellen ließe.
„Wir werden immer wieder Lücken in den Ladenregalen haben - damit haben wir uns abgefunden", resigniert Shane Brennan, Geschäftsführer der Cold Chain Federation, im Guardian.
 
Schon seit Jahren klagen Transport- und Logistikverbände über Engpässe bei Berufskraftfahrern. Zwischen 45.000 und 60.000 Berufskraftfahrer fehlen derzeit allein in Deutschland, haben der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) und der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) berechnet. Und in den kommenden Jahren wird es noch weit schlimmer: Die Internationale Straßentransportunion (IRU) prognostiziert in ihrer jüngsten Studie eine Lücke von 185.000 Fahrern in Deutschland bis zum Jahr 2027. Trucker ist also schon jetzt ein Mangelberuf – und in den kommenden Jahren nochmals stärker.
 
Doch mit Geld allein lässt sich die Mangelsituation nicht beseitigen. Denn wer Fahrer abwirbt, löst das Problem nicht, er verschiebt es nur. Das Loch in der Lieferkette tut sich dann eben an anderer Stelle auf.
 
Woran es tatsächlich mangelt, sind aus meiner Sicht weniger finanzielle Anreize, sondern vielmehr nachhaltig wirksame Konzepte, um junge Leute für diesen Beruf zu begeistern. Dazu gehören für mich drei Punkte:
 

  1. Ausbildung
Wer als Logistiker Geld in die Ausbildung von Fahrerinnen und Fahrern steckt, schafft Zukunftsperspektiven für sein Unternehmen. Es gilt, die Ausbildungsbereitschaft zu fördern und junge Talente gezielt an diesen Beruf heranzuführen.
 
  1. Rahmenbedingungen
Warum sollen junge Leute erst mit 21 Jahren die Ausbildung zum Berufskraftfahrer machen können, wie es vorgeschrieben ist? Hier könnte die Herabsetzung des Alters auf 18 Jahre förderlich für die Attraktivität des Berufs sein. Ausbildung beginnt nun mal in diesem Alter.
 
  1. Wertschätzung
Die meisten Lkw-Fahrer lieben ihren Job. Doch was ihnen fehlt, ist häufig Wertschätzung. Wer an Rampen drangsaliert, auf Straßen geschnitten und von der Öffentlichkeit abqualifiziert wird, muss schon ein ziemlich dickes Fell haben.
 
Auch hier gilt wie in allen anderen Lebensbereichen auch: Geld ist nicht alles. Aber richtig eingesetzt, kann es viel bewegen – und Mangelzustände beseitigen.

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