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Die Logistik ist ein Eichhörnchen. Bei plötzlich auftauchenden Hindernissen und Gefahren sind Lieferversprechen über alle Berge. Mehr als 60 Tage müssen Unternehmen als Folge der Havarie auf Rohstoffe und Zulieferprodukte warten, die im Suezkanal stecken geblieben sind. In einem Warenstau, der sich innerhalb weniger Tage auf Milliardenwerte aufsummiert hat. Die festgefahrene Ever Given hat uns einmal mehr gezeigt: Die arbeitsteilige Welt hat mehr Achillesfersen als uns lieb ist. Und: Diesmal war es nicht die Corona-Pandemie, die wir dafür in Verantwortung ziehen können.

„Wir gehen davon aus, dass es noch mindestens zwölf Wochen dauern wird, bis sich Lieferketten von diesem Zwischenfall erholt haben werden“, sagt Thomas Spieker, Geschäftsführer von Shippeo, einer IT-Plattform für Echtzeitinformationen. Elektronische Vorprodukte verspäten sich nach Einschätzung von Shippeo um 25 bis 60 Tage – und durch die gebundenen Container werden sich die Auswirkungen noch wochenlang bemerkbar machen.

Suez ist immer und überall

„Die Blockade der Wasserstraße hat die ohnehin angespannte Wirtschaft zusätzlich unter Druck gesetzt“, konstatiert der stellvertretende Chefredakteur der DVZ, Robert Kümmerlen, in der aktuellen Ausgabe der Deutschen Verkehrs-Zeitung. „Störungen solch wichtiger Verkehrsinfrastruktur müssen künftig besser vermieden werden“, so der Journalist weiter. 50 Schiffe passieren täglich „diese Hauptschlagader des Welthandels“. Auch tausende von Seaco-Containern haben in dieser Havarie festgesteckt. Doch machen wir uns nichts vor: Suez ist immer und überall.

Die größten Lieferkettenrisiken waren 2018 weltweit auf drei Faktoren zurückzuführen: Unsicherheiten in Bezug auf Handelsströme, Cybersicherheitsvorfälle und der Klimawandel in Verbindung mit extremen Wetterbedingungen. Das berichtet die Risikomanagement-Plattform Resilience360 in ihrem Jahresbericht. Auf Basis von Risiko- und Störfalldaten der Plattform, die von der Deutsche Post DHL Group betrieben wird, untersucht der Bericht laufend die wichtigsten Herausforderungen in der Lieferkette und identifiziert Trends für die Risikolandschaft.

Auch der Klimawandel bremst die Logistik

Allein durch den Klimawandel sei es 2018 zu einer Vielzahl wetterbedingter Störungen gekommen. Am stärksten hätten sich Waldbrände, Dürren, Niedrigwasserstände und schmelzendes Eis auf die Lieferketten ausgewirkt. Schwerwiegende Ereignisse wurden aber auch durch Ladungsdiebstahl, Industriebrände und Explosionen sowie Zugunfälle verursacht.

Der zweithöchste Anteil der Ereignisse entfiel auf zivile Unruhen. Proteste im Zusammenhang mit dem Tag der Arbeit und den Gelbwesten in Frankreich und Belgien unterbrachen Autobahnen, Häfen, Grenzübergänge und Zugangsstraßen zu Industriegebieten.

Klar ist, dass Logistiker, die globale Lieferketten managen, heute mit großen Unbekannten kalkulieren müssen. Und dass die verarbeitende Industrie einen Plan B braucht, um Lieferengpässe zukünftig besser abfedern zu können.

Auch wenn wir Container nicht beamen können: Gefragt sind Transport- und Logistikkonzepte, die Unternehmen in unvorhersehbaren wie unplanbaren Situationen Hilfestellung und Sicherheit bieten. Daran mitzuwirken, ist für uns selbstverständlich.

Bild: Das am häufigsten geteilte Bild am 24.März 2021 im Internet

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