Der richtige WAB am richtigen Ort zur richtigen Zeit

Interview mit Franz Leitner Bereichsleiter Transport & Services Österreichische Post AG

Wie gut kommen Sie durch die Covid-19-Pandemie und was bedeutet die Situation für Ihr Unternehmen?
COVID-19 hat auch für uns eine große Herausforderung dargestellt, aber wir waren uns auch unserer Verantwortung bewusst. Schließlich waren die Postler*innen auch während des Lockdowns sowie in den Quarantänegebieten tagtäglich draußen bei den Menschen und haben Briefe, Pakete oder Geldanweisungen zugestellt. Wir haben schnell gesehen, dass die Briefmengen zurückgehen, während es bei den Paketen starke Zuwächse gegeben hat – die Pakete sind auch größer und schwerer geworden, die Leute haben einfach alles online bestellt, vom Rasenmäher bis zur Bierbank. Auch aus Sicht eines Logistikers war das eine besondere, eine fordernde Zeit.
 
Worin sehen Sie aktuell die größten Herausforderungen in Ihrem Business, was müsste aus Ihrer Sicht jetzt dringend angepackt werden?
Wir haben im Frühjahr alle gesehen, wie schnell internationale Lieferketten unterbrochen werden können. Der Flugverkehr wurde nahezu vollständig eingestellt, Grenzen geschlossen. Das zeigt, wie wichtig regionale Lieferwege sind – in Österreich haben die lokalen Händler plötzlich geboomt. Das haben wir auch bei shöpping.at, dem Online-Marktplatz der Post, gesehen. Da geht es dann auch stark um Nachhaltigkeit und Ökologie, Mit der CO2-neutralen Zustellung und dem größten E-Fuhrpark des Landes sind wir hier bereits schon gut aufgestellt, wollen aber noch besser werden.
 
Was läuft in Ihrem Unternehmen heute bereits anders als vorher oder was werden Sie in Zukunft anders machen?
Viele Prozesse und Arbeitsschritte mussten wir im März von einen Tag auf den anderen ändern. Einiges hat sich schon wieder normalisiert, aber die Erfahrungen, die wir gemacht haben, bleiben uns natürlich erhalten und wirken nach. Man hält beim Laden und Entladen mehr Abstand zueinander, desinfiziert die Fahrzeuge regelmäßig oder trägt ohnehin eine Schutzmaske, wie etwa in unseren Logistikzentren. Diese Maßnahmen werden uns sicher noch länger begleiten.
 
Was ist für Sie persönlich die wichtigste Erkenntnis aus den vergangenen Wochen?
Dass wir als Österreichische Post auch solche Herkulesaufgaben gemeinsam schaffen können. Ich habe Kolleg*innen aus allen Unternehmensbereichen gesehen, die angepackt und Sonderschichten einlegt haben. So haben alle zusammen dafür gesorgt, dass unsere Kund*innen auch in einer schwierigen Situation möglichst rasch ihre Sendungen erhalten. Das hat mich beeindruckt.
 
Was ist das derzeit spannendste Projekt, an dem Sie arbeiten?
Es gibt einige Projekt in unserem Fuhrpark, die glücklicherweise weit weg von COVID-19 sind. Im vergangenen Herbst haben wir eine Sicherheitsoffensive gestartet und aktive Fahrunterstützungen getestet, etwa eine vorausschauende Kollisionswarnung, Abstandsüberwachung oder Spurhaltewarnung. Unsere LKW-Flotte rüsten wir nun auch mit Abbiegeassistenten aus. Da gibt es einige Projekte im Bereich des sicheren Fahrens, die wir momentan vorantreiben.
 
 
Was haben Sie sich in den kommenden drei Jahren in Ihrem Job vorgenommen, wo liegen Ihre Ziele?
Ich habe den Anspruch, immer mein Bestes zu geben, in den nächsten Jahren werde ich mit meinem Team den Transport & Services-Bereich weiter optimieren. Wir werden die besten Partner für unser Unternehmen ins Boot holen. Ich sehe aber auch meinen Schwerpunkt in einer umweltverträglichen & nachhaltigen Neuausrichtung der Logistikbranche. Als führender Transport- und Logistikdienstleister ist sich die Post ihrer Verantwortung der Umwelt gegenüber bewusst und setzt daher auf Nachhaltigkeit in allen Unternehmensbereichen.
 
Was ist für Sie Erfolg?
 Beruflicher Erfolg bedeutet für mich, mit meinen Kenntnissen, Fähigkeiten und dem täglichen Arbeiten mein gesamtes Umfeld immer und überall zu Höchstleistungen anzuleiten.
 
Wie gehen Sie persönlich mit Stress um?
Ich entspanne gerne beim Sport, am liebsten hole ich mir meinen Ausgleich vom Alltagsstress beim Laufen und beim Radfahren. Wann immer es möglich ist versuche ich Zeit in der Natur zu verbringen um so auch wieder „die Akkus“ aufzuladen. Als Triathlet weiß man wie wichtig Ausdauer ist – privat wie beruflich.
 
Wenn Sie einen Wunsch an unsere Bundeskanzlerin frei hätten, welcher wäre das?
Die Transport- & Logistikbranche leidet noch immer unter einem schlechten Image. Wie wichtig unsere Arbeit ist, zeigte sich in der Zeit der Corona-Krise ganz besonders da wir die Menschen in  dieser so schweren Zeit für uns alle miteinander mit unseren Dienstleistungen verbunden haben. Ein Wunsch an die deutsche Bundeskanzlerin bzw. an die Politik generell wäre, dass Maßnahmen und geeignete Schritte gegen Fachkräftemängel in der Logistik gesetzt werden.
 

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