Der richtige WAB am richtigen Ort zur richtigen Zeit

Harte Verhandlungen gestern zu den Klimazielen der EU: Bis 2030 wollen die Mitgliedsstaaten ihren CO2-Ausstoß um 55 Prozent senken, 20 Jahre später soll Europa klimaneutral sein. Klingt gut, doch woran will man das messen? In der Transport- und Logistikbranche, die in den Augen der Öffentlichkeit einen Großteil der Klimaverantwortung trägt, gibt es bislang keine gesetzlichen Normen für die Ermittlung der Kohlendioxid- und Treibhausgasemissionen.

Sind wir nicht alle ein bisschen nachhaltig?

Wer Ziele erreichen will, braucht einen Fokus. Das ist beim Klima nicht anders. Doch weil wir es nicht besser wissen, flüchten wir uns lieber in Nachhaltigkeit. Das Wortungetüm ist der perfekte Interpretationskünstler. Der Weltenwandler zwischen Umwelt- und Klimazielen, CO2 Footprint und Dekarbonisierung, ISO 9001 und Eco Vadis: Bäumchen pflanzen, LED-Birnchen reinschrauben, Wasserstoff tanken - sind wir nicht alle ein bisschen nachhaltig?

Sage und schreibe 16 Nachhaltigkeitsstandards hat die Deutsche Verkehrs-Zeitung in ihrer aktuellen Ausgabe zum Thema „Nachhaltigkeit in der Logistik“ aufgeführt, einen Standard- und Zertifikate-Dschungel, der es der Branche nicht gerade leicht macht, Klimaziele zu erreichen. Die Ergebnisse der dazu passenden DVZ-Marktumfrage offenbart die Crux, in der die Branche steckt: „Klare Nachhaltigkeitsziele für 2050 gibt es kaum“, schreiben die Autoren. Und einzelne Bestrebungen seien schwer vergleichbar, da jedes Unternehmen unterschiedliche Bezugsgrößen zugrunde legen würde.

Fokus auf alternative Antriebe

So ist wohl auch zu erklären, dass mehr als die Hälfte der befragten Logistiker (60 Prozent) in Deutschland den Fokus in Sachen Klima in erster Linie auf alternative Antriebe und die Energieeffizienz von Logistikimmobilien legt, also auf technologiegetriebene Lösungen, bei denen man zumindest Investitionen und Verbrauchsgrößen messen kann.

Doch welches Maß findet man für viele andere nachhaltige Ideen, mit denen Deutschlands Logistiker bereits seit Jahrzehnten viel Gutes für unser Klima tun? Ich denke da zum Beispiel an die Einbindung umweltfreundlicher Verkehrsträger wie Schiene oder die Wasserstraße, die bessere Auslastung und Routenführung von Straßentransporten durch Telematik oder die intelligente Bündelung und Vermeidung von Transporten durch transparentes Lieferkettenmanagement. Hat das die EU auf dem Schirm?

Wenn es jemanden gibt, der einen Weg findet, Ziele zu erreichen, dann doch wohl die Logistiker. Auch wenn das Ziel Klimaneutralität heißt.

Bildquelle: iStock

close

Wir möchten Ihnen ein Angebot machen:

Bitte füllen Sie das untenstehende Online-Formular aus und wir melden uns umgehend bei Ihnen.

*Pflichtfeld

Ihre persönlichen Daten*
*
*
*
*
*
*
*
Branche:*







Art der Anfrage:*



Gewünschter WAB Typ:*



*
*
Bitte zögern Sie nicht weitere Informationen hinzuzufügen, die Ihre Anfrage unterstützen
Bevorzugte Art der Kontaktaufnahme:*


Sicherheitscode:*