Der richtige WAB am richtigen Ort zur richtigen Zeit

Das Jahresende naht mit Riesen-Schritten, die Terminplanung für die Weihnachtsbesuche ist abgeschlossen und das vierte Quartal steht vor der Tür, dessen Report mit dem Jahresabschluss zusammenfällt und in den Bilanzen kaum separat sichtbar wird.
Von Arbeitskräftemangel, Brexit, Corona über das Hochwasser bis zur Zulieferkrise – das Teufels-ABC hat die deutsche Wirtschaft kräftig durchgeschüttelt. Und nun auch noch die Unsicherheit nach den Bundestagswahlen.
Der Lebkuchen-Index jedenfalls  steigt aktuell – erste Weihnachts-Naschereien sind in den Supermärkten zu besichtigen, aber nach meiner Beobachtung traut sich noch niemand, zuzuschlagen (Frühknusperrabatte gibt’s ja nicht).
Im Gestrüpp der anderen Indizes – ifo, ZEW und GfK – kann man sich leicht verlieren, sie sind nicht so leicht abzulesen und schon gar nicht einfach zu interpretieren.
Daher eine objektive Bestandsaufnahme und ein subjektiver Ausblick.
Das Bundesministerium für Wirtschaft verlautbart – hier im Telegrammstil zusammengefasst:
Lieferengpässe – positive konjunkturelle Grunddynamik – Normalisierung des Wachstums im vierten Quartal.
BMWi - Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im September 2021
Schaut man sich die ZEW-Konjunkturerwartungen an, sind wir mit dem Index Anfang Dezember wieder auf dem Niveau des Januars 2020 angekommen – nach einem kräftigen Dip im März und Peaks im September des gleichen Jahres und einem im Mai dieses Jahres.
Zusammenfassung: Konjunkturerwartungen sinken (deutlich) und zum vierten Mal in Folge – Lageeinschätzung verbessert sich (leicht) und seit Februar ununterbrochen – Dynamik der erwarteten Verbesserung hat sich durch Chipmangel und Ressourcenverknappung in der Bauwirtschaft reduziert.
ZEW-Pressemitteilung: Die Erwartungen fallen, Lage verbessert sich - Der ZEW-Indikator liegt bei 26,5 Punkten
Das ifo-Institut war im ersten Halbjahr durchweg optimistisch mit fast kontinuierlichem Anstieg seiner 3 Indikatoren (Klima – Situation – Erwartung) und meint jetzt: Erneuter Dämpfer für die Stimmung der deutschen Wirtschaft – Index fällt (leicht) und zum dritten Mal in Folge – skeptischer Ausblick auf die kommenden Monate – Probleme bei Beschaffung von Rohstoffen und Vorprodukten.
Industrie belastet ifo Geschäftsklima (September 2021) | Fakten | ifo Institut
Und schließlich lassen wir den ‚Verbraucher‘ in Form des Konsumklimas zu Wort kommen, und hier weihnachtet es endlich:
Stimmung der Verbraucher hellt sich (wieder) auf – Konjunktur- und Einkommenserwartung- sowie Anschaffungsneigung steigen an – Konsumklima hat fast sein Vorkrisenniveau erreicht – Infektionsgeschehen und Inzidenz bestimmen den Verlauf.
Konsumklima fast wieder auf Vorkrisenniveau (gfk.com)
Der Blick richtet sich nun nach vorn, einerseits mit verzweifeltem Optimismus (‚es kann eigentlich nur besser werden‘) oder euphorischem Pessimismus (‚wie weit geht’s denn noch bergab‘). Schauen wir also in die Glaskugel, die Karten, den Kaffeesatz, spüren wir unser Bauchgefühl (hat an Gewicht während Corona gewonnen!) und freuen uns auf das Last-Minute-Bleigießen, allesamt seriöse Mittel eines modernen Controllings.
Ein paar Fakten lassen sich dennoch zusammenfassen, die Anlass für vorsichtigen Optimismus sein sollten:

  • Der Rohstoffmangel, der jetzt bremst, wird bei Verschwinden das Gegenteil bewirken (77% er deutschen Unternehmen berichten derzeit über Engpässe (Ifo Institut: Materialmangel in Industrie so groß wie nie | ZEIT ONLINE), in der Autoindustrie sogar 97%. Das werden auch z.T. drastisch steigende Preise nicht verhindern.
  • Investitionen in den Überflutungsgebieten stärken ebenfalls die Bauwirtschaft (die im ifo-Index (daher?) optimistisch in die Zukunft blickt, beim ZEW allerdings weniger).
  • Das Wirtschafts-Ministerium konstatiert, dass „weiterhin keine Insolvenzwelle erkennbar“ ist, die entsprechenden Anträge gingen im Vergleich der ersten Halbjahre 2020 / 2021 sogar zurück .
  • Abhängig von den Schwerpunkten einer neuen Bundesregierung werden neue Entwicklungsfelder aufgetan, was Automobilität, Digitalisierung und Energieerzeugung betrifft.
  • Schließlich soll lt. ZEW in den nächsten sechs Monaten auch das Inflationsniveau wieder zurückgehen.
Die abklingende vierte Welle verbessert auch die Stimmung erheblich, 2G und 3 G haben die 5G-Diskussion abgelöst (sorry für diesen abgedroschenen Kalauer, aber es ist ja bald Schluss mit diesem Artikel) und manchmal träume ich schon von einem Leben ohne Maske(n).
Also: Jauchzet, frohlocket – es ist bald soweit.
 

close

Wir möchten Ihnen ein Angebot machen:

Bitte füllen Sie das untenstehende Online-Formular aus und wir melden uns umgehend bei Ihnen.

*Pflichtfeld

Ihre persönlichen Daten*
*
*
*
*
*
*
*
Branche:*







Art der Anfrage:*



Gewünschter WAB Typ:*



*
*
Bitte zögern Sie nicht weitere Informationen hinzuzufügen, die Ihre Anfrage unterstützen
Bevorzugte Art der Kontaktaufnahme:*


Sicherheitscode:*