Der richtige WAB am richtigen Ort zur richtigen Zeit

Interview mit Katrin Schmolling, Domestic Customer Service Manager, Seaco

Keine Zeit für Luftnummern! Die Auslastung verfügbarer Transportkapazitäten ist nicht nur in Coronazeiten für die Logistikbranche ein zentrales Thema. Wie sich unnötige Leerfahrten oder Standzeiten vermeiden lassen, verrät unsere Telematik-Spezialistin Katrin Schmolling im Interview.

Transportiert die Transportbranche zuviel Luft? Oder wie groß ist das Problem der Kapazitätsauslastung von Laderaum?

Leerfahrten zu reduzieren, ist nach wie vor eine der größten Herausforderungen in der Transportbranche. Die Güterkraftverkehrsstatistik des Bundesverkehrsministeriums spricht von mehr als 150 Millionen Leerfahrten auf Deutschlands Straßen 2018. Nach Schätzungen der Branche ist der Anteil an Leerfahrten - auch bedingt durch die Coronakrise - mit aktuell rund 30 bis 35 Prozent fast viermal so hoch wie üblich. Mit der aktiven Bestandsführung von Wechselbrücken lässt sich dieses Problem im Grunde leichter in den Griff bekommen. Wir gehen jedoch davon aus, dass der Anteil an Leerfahrten auch in unserem Marktsegment immer noch hoch ist.

Woran liegt das?

Dafür gibt es unterschiedliche Gründe. Grundsätzlich sind Verkehre zwischen Hubs und Paketdepots ja nicht automatisch mit einer Rücktour verbunden. Hinzu kommt: Eine Bedarfsplanung, die nicht auf Echtzeitdaten beruht, führt auch bei Wechselaufbauten zu Leerfahrten. Die ineffiziente Auslastung verfügbarer Laderaumkapazitäten hat aber noch andere Ursachen.

Nämlich?

Viele Unternehmen finden ihre Wechselbrücken nicht.

Wie bitte…?

Wer seine Wechselbrücken nicht mit GPS-Sendern ausgestattet hat, dem fällt es schwer, den aktuellen Standort seines Equipments zu bestimmen. Folge ist, dass die leeren Container häufig im Nirgendwo zwischen den Logistikzentren parken, was die zeitnahe Bedarfsplanung im Grunde unmöglich macht. Für den Disponenten beginnt dann die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Das klingt im Zeitalter der Digitalisierung, die ja mehr Transparenz verspricht, schon ein wenig überraschend. Was können Transportunternehmen tun, um effizienter unterwegs zu sein?

Im Grunde kann die Auslastung der Transportflotte nur optimiert werden, wenn die Disposition auf Basis von Echtzeitdaten erfolgt. Dafür braucht es Wechselbrücken, die mit GPS ausgestattet sind und die in das Transportmanagementsystem des Logistikdienstleisters integriert werden können. Das ist mit den heute vorhandenen digitalen Vernetzungsmöglichkeiten und Plattformen wirklich ein Kinderspiel.

Als Vermieter von Wechselbrücken bieten Sie im Rahmen Ihrer Servicepallette Telematiklösungen an, mit denen sich die Auslastung optimieren lässt. Wie wird dieser Service angenommen?

Wir haben große Paketdienste als Kunden, bei denen mittlerweile jede Wechselbrücke, die wir bereitstellen, ausschließlich mit GPS vom Hof geht. Die Nachfrage nach GPS-Lösungen steigt bei Seaco International seit zwei Jahren kontinuierlich. Immer mehr Seaco-Wechselbrücken sind heute mit einem solarbetriebenen GPS-Sender ausgestattet.

Welche Kosten sind damit verbunden?

Das hängt von der Mietdauer ab. Die Kosten, die je Wechselbrücke pro Tag anfallen, liegen aber im Cent-Bereich.

Wie nutzen Ihre Kunden die GPS-Daten?

Neben der aktiven, durchgehend digitalisierten Bestandsführung ihrer Wechselbrücken setzen Kunden die Lösungen zur Steigerung der Informationsqualität ein. Dank GPS lässt sich beispielsweise der voraussichtliche Ankunftstermin der Sendung am Depot genauer vorhersagen. Das verhindert Staus und Wartezeiten an der Rampe und ermöglicht dem Logistiker, Abläufe und personelle Ressourcen am Standort besser zu planen.

Auf welche Systemlösung setzen Sie im Bereich Telematik?
Unsere Partner auf IT-Seite sind Agheera und idem telematics. Zu den Anwendungen gehört nicht nur das Echtzeittracking der Wechselbrücken. Auch die automatische Zusendung von Reports oder die Erstellung von Geofences ist möglich. So ist z.B. die tägliche Inventur nur noch ein Mausklick. Der Charme an der Lösung ist: Unsere Kunden nutzen eine neutrale IT-Plattform, die alle benötigten Anwendungen und bestehende Telematiklösungen über nur eine Schnittstelle integriert.

Gibt es weitere Möglichkeiten, für mehr Effizienz in der Transportsteuerung zu sorgen?

Um bei vielen Sendungen leichter den Überblick zu behalten, können unsere Kunden ihre Wechselbrücken nicht nur mit eigenen Kundennummern hinterlegen, sondern diesen auch Tourennamen zuordnen.

 

GPS Sender auf Wechselbrücke

Gibt alle 15 Minuten Signal: solargetriebener GPS Sender auf einer Seaco Wechselbrücke liefert Echtzeitmeldungen über Status, Standort und Geschwindigkeit.

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